Präambel

Die im Stadt- und Landkreis Karlsruhe ansässigen Musikvereinigungen, die im Volksmusikverband Baden-Pfalz (BDB) und im Kreisverband Karlsruhe / Bezirk Bruchsal (DVB) organisiert waren, haben sich am 23.4.1977 in verantwortungsbewußtem Handeln zum Wohl der Blas- und Volksmusik zu einem einheitlichen Blasmusikverband Karlsruhe zusammengeschlossen.

Der Verband gibt sich folgende Satzung:

 

§ 1 Name, Rechtsform und Sitz

1. Der Blasmusikverband Karlsruhe (BVK) ist eine selbständige auf demokratischer Grundlage gebildete Vertretung und Vereinigung der im Stadt- und Landkreis Karlsruhe integrierten und angeschlossenen Musikvereinigungen.

2. Der Verband hat seinen Sitz in Karlsruhe. Er ist  in das Vereinsregister des Amtsgerichts Karlsruhe eingetragen.

 

§ 2 Gemeinnützigkeit

1. Der BVK verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ (§ 51 ff.) der Abgabenordnung in der jeweils gültigen Fassung.

2. Etwaige Gewinne sowie das Verbandsvermögen dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Verbands. Sie erhalten bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung oder Aufhebung des Verbands nicht mehr als ihre eingezahlten Kapitalanteile und den gemeinen Wert ihrer geleisteten Sacheinlagen zurück.

 

§ 3 Zweck

1. Im BVK verbinden sich die Mitglieder zur freiwilligen Zusammenarbeit, um ihre gemeinsamen Interessen zu fördern und dem Wohle der blas- und volksmusikalischen Aufgaben zu dienen.

2. Der BVK hat insbesondere folgende Aufgaben:

2.1 Die musikalische Arbeit in den Vereinen zu unterstützen und die Ausbildung der Mitglieder, sowie der Leiter der Kapellen zu fördern.

2.2 Die gezielte Förderung der Jungmusikerausbildung, u.a. durch die Unterhaltung des Verbandsjugendorchesters

2.3 Im Rahmen der öffentlichen kulturellen und musischen Arbeit ihm zufallende Aufgaben im Einvernehmen mit den beteiligten Behörden wahrzunehmen.

2.4 Zur Förderung der musikalischen Leistungen für Jugend- und aktive Kapellen Wertungs- oder Kritikspiele durchzuführen.

2.5 Empfehlung geeigneter und neuester Blasmusikliteratur.

2.6 Eine Verbandszeitschrift herauszugeben.

2.7 Die überörtlichen Verwaltungsaufgaben zu erledigen.

2.8 Die Bereitschaft und das gegenseitige Verständnis zur Zusammenarbeit innerhalb des Verbandes und gegenüber den weiteren Blasmusikorganisationen zu fördern.

 

§ 4 Mitglieder

1. Mitglieder des BVK sind Musikvereine, Stadtkapellen, Feuerwehrkapellen u.a. des Stadt- und Landkreises Karlsruhe sowie angeschlossener Vereinigungen. Die Mitgliedschaft von fördernden Einzelpersonen ist möglich.

2. Ein Aufnahmeantrag für Neumitglieder ist schriftlich zu stellen. Über die Aufnahme entscheidet das Verbandspräsidium.

3. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt oder Ausschluß oder durch Selbstauflösung des Mitgliedsvereins, bzw. durch Tod des Einzelmitgliedes.

4. Der Austritt ist nur auf Schluß eines Kalenderjahres möglich. Er ist mindestens 3 Monate vorher gegenüber dem Verbandspräsidium schriftlich zu erklären

5. Mitglieder, die ihren Zahlungsverpflichtungen trotz wiederholter Mahnung nicht nachkommen, gegen die Satzung verstoßen oder durch ihr Verhalten die Interessen oder das Ansehen des Verbandes schädigen, können durch das Verbandspräsidium ausgeschlossen werden. Der zuständige Bezirksvorsitzende ist vorher zu hören. Die ausgeschlossenen Mitglieder können bei der nächsten Verbandshauptversammlung Einspruch einlegen, die endgültig entscheidet.

6. Zur Erfüllung der Aufgaben des BVK leisten die Mitglieder einen Beitrag, dessen Höhe von der Verbandshauptversammlung festgesetzt wird.

7. Personen, die sich um die Aufgaben des BVK verdient gemacht haben, können zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Die Ehrungen der aktiven Musiker sind nach einer Ehrenordnung durchzuführen.

 

§ 5 Organe des VerbandesOrgane des Verbandes sind:

1. Die Verbandshauptversammlung

2. Das Verbandspräsidium

 

§ 6 Verbandshauptversammlung

1. Die Verbandshauptversammlung setzt sich zusammen aus:

1.1 Den Mitgliedern des Verbandspräsidiums.

1.2 Den stimmberechtigten Vorsitzenden und je 3 Delegierten der Mitgliedsvereinigungen.

1.3 Den Ehrenmitgliedern

1.4 Den Einzelmitgliedern

2. Die Verbandshauptversammlung hat insbesondere folgende Aufgaben:

2.1 Entgegennahme der Geschäftsberichte.

2.2 Gesamtplanung und Festlegung der Richtlinien für die Verbandsarbeit.

2.3 Wahl und Entlastung des Verbandspräsidiums mit Ausnahme von:
- dem Vorsitzenden der Bläserjugend und seinem Stellvertreter, die von der Hauptversammlung der Bläserjugend gewählt und entlastet werden
- den Bezirksvorsitzenden, die von der Bezirksversammlung gewählt werden.Ihre Wahl wird von der Verbandshauptversammlung lediglich bestätigt.

2.4 Bildung von Fachausschüssen.

2.5 Wahl der Rechnungsprüfer.

2.6 Beschlußfassung über den Haushaltsplan und Entgegennahme des Rechnungsberichtes,

2.7 Feststellung der Geschäftsordnung,

3. Die ordentliche Verbandshauptversammlung findet jährlich in den ersten drei Monaten statt, wenn nicht besondere Umstände einen späteren Zeitpunkt erfordern. Sie wird vom Verbandspräsidium mindestens vier Wochen vorher unter Angabe der Tagesordnung in der Verbandszeitung einberufen.

4. Das Verbandspräsidium kann bei dringendem Bedarf eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Eine außerordentliche Hauptversammlung ist einzuberufen, wenn mindestens von einem Zehntel der Mitgliedsvereinigungen dies beantragt wird.

5. Eine ordnungsgemäß einberufene Verbandshauptversammlung ist in jedem Fall beschlußfähig. Stimmberechtigt ist der unter § 6,1.1 bis 6,1.4 genannte Personenkreis.

6. Entscheidungen und Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit beschlossen, soweit in der Satzung keine anderen Festlegungen getroffen sind.Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Präsidenten den Ausschlag.

7. Über die Versammlungen ist Protokoll zu führen, das vom Verbandsgeschäftsführer und dem Versammlungsleiter zu unterzeichnen ist.

 

§ 7 Verbandspräsidium

1. Das Verbandspräsidium setzt sich wie folgt zusammen:

1.1 dem Verbandspräsidenten

1.2 dem stellvertretenden Verbandspräsidenten

1.3 den Ehrenpräsidenten

1.4 dem Verbandsdirigenten

1.5 dem stellvertretenden Verbandsdirigenten

1.6 dem Vorsitzenden der Bläserjugend

1.7 dem stellvertretenden Vorsitzenden der Bläserjugend

1.8 dem Verbandskassier

1.9 dem Verbandsgeschäftsführer

1.10 dem Schriftleiter der Verbandszeitung

1.11 den beiden Beisitzern

1.12 den Bezirksvorsitzenden.

2. Das Verbandspräsidium und die beiden Rechnungsprüfer werden auf die Dauer von drei Jahren gewählt.

3. Der Vorstand im Sinne des § 26 BGB besteht aus dem Präsidenten und dem stellvertretenden Präsidenten des BVK. Jeder von ihnen ist nach außen allein vertretungsberechtigt. Im Innenverhältnis besteht die Vertretungsberechtigung des stellvertretenden Präsidenten nur im Verhinderungsfall gegenüber dem Präsidenten.

4. Dem Präsidenten obliegt die Einberufung und Leitung der Verbandshauptversammlung sowie der Präsidiumssitzungen. Im Verhinderungsfall vertritt ihn der stellvertretende Präsident.

5. Das Verbandspräsidium legt die Aufgabenverteilung in einer Geschäftsordnung fest. § 8 GeschäftsjahrGeschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

§ 9 Bezirke

Das Verbandsgebiet ist in Bezirke unterteilt. An der Spitze steht ein Bezirksvorsitzender. Alljährlich ist eine Bezirksversammlung zusammen mit dem Verbandspräsidenten bzw. seinem Stellvertreter durchzuführen. Das Verbandspräsidium kann Wünsche von Vereinen auf Zuteilung zu einem anderen Bezirk berücksichtigen.

 

§ 10 Verbands-, Bezirksmusikfeste und Wertungsspiele

1. Um die kameradschaftliche Zusammengehörigkeit innerhalb des Verbandes zu pflegen und die gemeinsame Verbandsarbeit nach außen zu dokumentieren,werden Verbands- und Bezirksmusikfeste sowie Wertungsspiele durchgeführt. Die Verbandsmusikfeste werden auf Vorschlag des Verbandspräsidiums von der Verbandshauptversammlung festgelegt. Die Organisation obliegt dem festgebenden Verein im Einvernehmen mit dem Verbandspräsidium. Die Vergabe und Durchführung von Bezirksmusikfesten obliegt den einzelnen Bezirken. Die Teilnahme an diesen Veranstaltungen ist Pflicht für alle Mitgliedsvereinigungen.

2. Verbands- und Bezirksmusikfeste führen die festgebenden Vereine auf eigene Rechnung durch.Ansprüche gegenüber dem Verband können nicht geltend gemacht werden.

3. Bei Verbands- und Bezirksmusikfesten ist der Eintritt für aktive und am Fest teilnehmende Musiker bei den allgemeinen Verbands- und Bezirksveranstaltungen frei.

4. Vereine, die sich der kameradschaftlichen Pflicht einer Beteiligung an Verbands- oder Bezirksmusikfesten unbegründet entziehen, können bei der Vergabe von Verbands- oder Bezirksmusikfesten für die nächsten beiden festlichen Anlässe ausgeschlossen werden

 

§11 Bläserjugend

1. Die Bläserjugend des Verbandes ist die Gemeinschaft der Jugend innerhalb des Verbandes und seiner Mitgliedsvereine.

2. Aufgaben, Zweck und Organisation der Bläserjugend des Verbandes sind in einer gesonderten Jugendordnung festzulegen, die von der Hauptversammlung des Verbandes bestätigt wird.

3. Die Jugendordnung des Verbandes sichert der Bläserjugend Selbständigkeit in Führung und Verwaltung. einschließ1ich der Entscheidungsfreiheit über dieVerwendung der ihr zufließenden Mittel zu.

4. Über Haushaltsplan und Jahresrechnung der Bläserjugend des Verbandes beschließen die Organe der Bläserjugend. Die Beschlüsse bedürfen der Bestätigung durch das Verbandspräsidium.

5. Der Vorstand des BVK ist berechtigt, sich jederzeit über die Geschäftsführung der Bläserjugend zu unterrichten.

6. Die Bläserjugend steht unter dem Patronat des Verbandes. Dieses besteht in der ideellen, wirtschaftlichen und organisatorischen Unterstützung der Bläserjugend bei der Erfüllung ihrer satzungsgemäßen Aufgaben durch das Verbandspräsidium. Das Patronatsverhältnis kann von beiden Teilen nur dann gekündigt werden, wenn gegen die Satzung verstoßen wird oder die Interessen oder das Ansehen des Verbandes bzw. der Bläserjugend geschädigt werden.

 

§ 12 Satzungsänderung

1. Satzungsänderungen müssen von dem satzungsgemäß zuständigen Organ einer Mitgliedsvereinigung schriftlich beantragt werden.

2. Sie bedürfen der Zustimmung von zwei Drittel der anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern der Verbandshauptversammlung.

 

§ 13 Auflösung

1. Die Auflösung des Verbandes kann nur von einer für diesen Zweck einberufenen Verbandshauptversammlung mit drei Viertel der abgegebenen Stimmen beschlossen werden.

2. Im Falle der Auflösung des Verbandes ist das vorhandene Vermögen dem Landratsamt Karlsruhe bzw. der Nachfolgeorganisation zu übergeben. Der Auflösungsbeschluß kann auch bestimmen, daß das Vermögen des Verbandes an die Mitgliedsvereinigungen verteilt wird.

 

§ 14 Annahme der Satzung

Diese Satzung wurde in der Verbandshauptversammlung am 19.Februar 1978 beschlossen. Änderungen erfolgten am :

  • 7.März 1982 (§ 6 Ziffer 2.3) 
  • 9.März 1986 (§ 6 Ziffer 7, § 7 Ziffer l Nr.6, § 11, § 12, §13, § 14, sowie Wegfall der Übergangsbestimmungen)
  • 17.März 1996 (Präambel, §1 Ziffer 2, § 3 Ziffer 2 Nr. 1+2, § 4 Ziffer 1+3, §6 Ziffer 1 Nr 3+4, Ziffer 2 Nr. 3, Ziffer 5 und Ziffer 6, § 7 Ziffer 1+2+3+5, § 10,  § 12, Ziffer 2, §13 Ziffer 2, § 14 )